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Wenn die spätherbstliche Sonne noch einmal lacht, wenn Graupel und Niesel ausbleiben, dann stehen die Chancen gut für eine letzte trockene Wanderung im Jahr. Zum Beispiel in der Romandie, auf dem Sentier des Toblerones, dem Toblerone-Weg.
Dabei handelt es sich nicht um eine Route, die von einem Schoko-Multi gesponsert und mit Plakaten vollgekleistert ist. Geschichtlich Bewanderte ahnen: Mit den Toblerones sind dreieckige Panzersperren gemeint, die in Reih und Glied angeordnet an Toblers berühmten Süssriegel erinnern. Entlang diesem steinernen Bollwerk ist in der Romandie ein historischer Lehrpfad entstanden.
Toblerones-Wanderer kommen auf den 15 Kilometern zwischen Bassins VD und Nyon immer wieder an den Verteidigungslinien vorbei, die hier während des Zweiten Weltkrieges aufgebaut wurden. En route erinnern zudem zwei Festungen an vergangene Tage, ferner überqueren Weg und Toblerones einen Golfplatz, dessen heutiges Klubhaus einst der napoleonischen Familie als Villa diente. Beschaulich veranlagte Wanderer berechnen für den ganzen Weg fünf Stunden Marschdistanz, selbstverständlich lässt sich die Strecke auch abkürzen. Ein sehenswertes Toblerones-Kurzprogramm kann zwischen Nyon und Gland abgespult werden.


Informationen zum Sentier des Toblerones bei Nyon Région Tourisme
Tel 022 361 62 61, www.nyon.ch.


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